Einträge von Alexander Kupsch

Gotzkowskybrücke

Zwischen 1886 und 1888 wurde eine erste hölzerne Brücke an der heutigen Stelle erbaut und nach dem Begründer der  Königlichen Porzellan Manufaktur benannt. Diese Holzbrücke ersetzte eine hier betriebene Fähre und erleichterte den Arbeitern der neu entstehenden Fabriken die täglichen Arbeitswege. Bereits 1904 plante die Berliner Verwaltung einen neuen Spreeübergang, der von 1910 bis 1911 als vierspurige […]

Schultheiss Quartier / Café Wedekindt

Das Gelände des heutigen Schultheiss-Quartieres ist wegen seiner mehrfachen Neubebauung bezirksgeschichtlich besonders interessant für Moabit. Im Motiv verschmilzt die heutige Südfassade mit dem Café Wedekindt der 1930er Jahre. Das Konzertcafé hatte einen besonders großen Saal und befand sich im Turmpalast. Dieser ergänzte das links davon zur Stromstraße hin gelegene Ufa-Filmtheater. Das Gebäude wurde im 2. QWeltkrieg […]

Bahnhof Tiergarten

Die Hochbahnstation wurde 1885, drei Jahre nach Eröffnung der Stadtbahn, in Betrieb genommen. Der Bahnsteig wurde von einer Hallenkonstruktion überdacht. Die Station diente vorrangig der Anbindung des in den 1880er Jahren entstandenen Hansaviertels. 1928 wurden die durch den Bahnhof führenden Stadtbahngleise elektrifiziert. 1936 wurde der Bahnhof umgebaut. Die alte Bahnsteighalle wurde abgebrochen und durch eine einfache Dachkonstruktion […]

Hansaplatz

Das „Hansa-Viertel“ war ein 1874 gegründetes Wohngebiet zwischen südlich der Spree. Die Nähe zum Tiergarten, gutbürgerlicher Gebäude und niedrige Traufhöhen machten es als Wohngebiet sehr attraktiv. Etwa 90 Prozent der Häuser wurden im 2. Weltkrieg zerstört – auch die hinten im Bild zu erahnende Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche. Ab 1953 wurde das Hansaviertel nu geplant und im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau in den Jahren von […]

St. Johanniskirche / Kirchstrasse

Die St. Johanniskirche wurde von 1832 bis 1835 am Spandauer Heerweg, der heutigen Straße Alt-Moabit, errichtet. Das Kirchengebäude war zunächst ein schlichter Backsteinbau ohne Turm. Da die Gemeinde wuchs, folgten schon bald Erweiterungspläne, die ab den 1850er Jahren von Friedrich August Stüler realisiert wurden. In mehreren Bauabschnitten kamen die Gemeindeschule, das Pfarrhaus, der links neben der Kirche stehende 47,60 Meter […]

Tempelhofer Damm / Ecke Borussiastrasse

Der heutige Tempelhofer Damm hieß von 1882-1949 Berliner Straße. Bis 1920, also zum Zeitpunkt der alten Aufnahme, war dies auch sinnvoll, denn Tempelhof war noch kein Stadtbezirk geworden und die Berliner Straße führte somit von Tempehof nach Berlin. Ein eigenes, zentrales Rathaus besaß Tempelhof um 1920 ebenfalls nicht. Die Verwaltungsstellen waren in ganz Tempelhof verteilt und […]

Schlossstrasse

Das im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaute und an amerikanischen Vorbildern orientierte kubische Gebäude des Titania-Palastes stellte mit seiner nahezu völlig schmucklosen Fassade zum Zeitpunkt der Erbauung eine Sensation dar. Auf der Ecke der beiden 16 Meter hohen Gebäudeflügel befand sich ein nach hinten versetzter Turm von 24 Metern Höhe. Besonders auffällig war daneben der schlanke, 30 Meter hohe Beleuchtungsturm, auf dem […]

Schlossstrasse

Der 1976 Bau – meist als Bierpinsel bezeichnet – ist ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau und Treppenturm. Das Gebäude wurde nach Plänen der Architekten Schüler und Schüler-Witte erbaut, die auch das ICC Berlin entwarfen. Es ist in die Joachim-Tiburtius-Brücke integriert, die hier Schloßstraße als Schnellstraße überspannt. Ziel der Entwürfe von Schüler und Schüler-Witte war es, den dominanten Charakter […]

Schlossstrasse

Das Areal rund um das alte Rathaus Steglitz war einmal sehr repräsentativ und schön. Wo heute der Steglitzer Kreisel steht, befanden sich stuckverzierte Wohngebäude, denn die Stadtautobahn war noch lange nicht gebaut. So war auch der hier abgebildete Hermann-Ehlers-Platz von schmucken Gründerzeitbauten umgeben, von denen rechts im Bild ein paar Gebäude erhalten geblieben sind. Das […]

Stadtpark / Innsbrucker Strasse

Der U-Bahnhof Rathaus Schöneberg ist einer der wenigen Berliner U-Bahnhöfe mit Tageslicht. Er wurde von 1908-1910 in einer Talsenke gebaut, in der zur selben Zeit der Stadtpark Schöneberg angelegt wurde. Man nutzte den beim Bau der U-Bahn anfallenden Aushub zur Aufschüttung des Grundes, und der Bahnhof selbst wurde als brückenartiges oberirdisches Bauwerk konzipiert. Es ruht auf drei 70 Meter langen, bis […]

Maxstrasse

Die heutige Kärntener Straße hieß bis 1963 Maxstrasse. Es finden sich wenig Informationen zu dieser Gegend, auch nicht der Grund für die Straßen-Umbenennung. Die Gegend ist jedoch hochinteressant. Wendet man sich um 180 Grad, gelangt man durch eine kleine Durchfahrt zu einem völlig abgeschiedenen dreieckigen Gelände zwischen Bahntrassen und Stadtautobahn. Ein Teil des Areals wird übrigens […]

Hohenstaufenstrasse / St. Matthiaskirche

Die St. Matthiaskirche wurde von 1893-1895 im neugotischen Stil am südlichen Ende des Winterfeldplatzes errichtet. Von 1943-1945 wird die Kirche durch Angriffe der Alliierten weitgehend zerstört. Das Dach des Kirchschiffes brennt aus und wird später in flacherer Bauweise vereinfacht aufgebaut. Auch der Turm wird stark beschädigt und nach dem 2. Weltkrieg mit einer deutlich reduzierten Höhe […]

Vorbergstrasse

Der Blick in die Vorbergstrasse wurde vor 100 Jahren vom markanten Eckgebäude halblinks im Bild beherscht. Exponierte Gebäude mit turmartigen Dachaufbauten auszustatten, war vor allem in besseren Wohngegenden üblich, da sehr repräsentativ. Die Dächer wurden jedoch keinesfalls zum Wohnen genutzt und waren auch als Stauraum kaum geeignet. Städtebaulich gesehen bstand der Sinn und Zweck dain, […]

Maaßenstraße

Der Winterfeldplatz wurde 1890 angelegt und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts mit gründerzeitlichen Wohnhäusern und der Matthiaskirche bebaut. Die Maassenstrasse im Hintergrund ist vor einigen Jahren in eine “Begegnungszone” umgewandelt worden. Das Auto als vorherschendes Verkehrsmittel hat dadurch seine Dominanz verloren, was dem Kiez und dem angrenzenden Winterfeldplatz sichtlich gut tut. Doch ganz ehrlich: Neu ist diese Idee […]

Motzstrasse

Gegenüber der alteingesessenen Hartnackschule befindet sich heute ein trostloses Parkhaus, das nicht so richtig in die ansonsten schicke, herausgeputzte Gegend passen möchte. Auf diesem Grundstück befand sich einst die Amerikanische Kirche, von 1900-1902 errichtet. Im Krieg wurde diese heute weitgehend vergessene Kirche stark beschädigt und 1958 gesprengt und abgetragen.

Westfälische Strasse / Hochmeisterplatz

Die Westfälische Straße hieß bis 1905 Kuhtrift, denn die Gegend rund um den Halensee war damals noch ländlich geprägt. Seit den Achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts verbindet sie die reichen, neu angelegten Villenviertel im Grunewald mit Wilmersdorf. Für die Einwohner wird die Westfälische Strasse schon bald zur beliebten Route für Ausflüge in das nahe Umland. Später folgen die […]

Trautenaustrasse, Ecke Bundesallee

Die Trautenaustraße verbindet den Nikolsburger Platz mit dem Prager Platz. Sie ist Teil der sogenannten “Carstenn-Figur”, symmetrisch angelegten Straße und Plätzen beiderseits der Kaiserallee (heute Bundesallee). Von dieser kaiserlich-hochherrschaftlichen Vergangenheit zeugt auch der pompöse Eckbau rechts im Bild, an dessen Stelle sich heute das Kulturbüro der saudischen Botschaft befindet.

Schaperstrasse

Die Schaperstrasse ist Teil der sogenannten “Carstenn-Figur”, symmetrisch angelegten Straße und Plätzen beiderseits der Kaiserallee (heute Bundesallee). Ihr als Bogen angelegter Verlauf führt vom Nürnberger Platz zum Fasanenplatz. Links im Bild befindet sich das 1880 eröffnete Joachimsthalsche Gymnasium – eine luxoriös ausgestattete Internats-Schule für Söhne aus begüterten Elternhäusern. Bereits ab 1890 entstanden um das Gelände die neuen Quartiere des […]

Kaiser-Friedrich-Strasse

Die Kaiser-Friedrich-Strasse wurde 1889-1891 angelegt, um den sieben Jahre zuvor eröffneten Bahnhof Charlottenburg zu erschließen. An der Kreuzung zur Bismarckstrasse erinnert heute nichts mehr an das damalige Aussehen. Bemerkenswert ist die Beschriftung am Eckhaus links. Die “Grösste Zuschneide-Akademie Berlin” befand sich über mehrere Etagen verteilt am Alexanderplatz direkt neben der berühmten Berolina. Wer vom damals noch eigenständigen Charlottenburg […]

Bristol Kurfürstendamm

Achten Sie einmal auf die Köpfe der im Café Bristol sitzenden Herrschaften. Jeder von Ihnen trägt Hut! Seit der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre bestimmte der sachlich-enge “Tophut” den allgemeinen Look und wurde von allen Frauengenerationen getragen. Der schlichte, praktische und unkomplizierte Topfhut verlängerte die gerade Silhouette einer Frauenmode, die sich eher am sportlich-männlichen als am klassisch weiblichen […]

Rankestrasse

Ursprünglich hieß die Rankestrasse “Kaiserstraße” und erhielt erst 1888 ihren heutigen Namen. Die Einmündung in die Tauentzienstrasse ist markant und öffnet durch die rund bzw. schräg gebauten Eckhäuser den Blick zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Im Eckhaus links befand sich eine große Bier-Gaststätte, so sprach man auch vom “Pschorrhaus” (vgl. das bekanntere Pschorrhaus am Potsdamer Platz). Aber auch sonst blühte hier das Gewerbe […]

U-Bahnhof Bismarckstrasse

Mit der BVG auf Zeitreise? Kein Problem! Steigen Sie am besten am heutigen Bahnhof Deutsche Oper ein. Die Gestaltung des historischenn viergleisigen Bahnhofs übernahm der Architekt Alfred Grenander. Die mit grün lackierten Stützenreihen ausgestattete Station erhielt Oberlichter, sodass dort Tageslicht hereinscheinen konnte. Eröffnet wurde der Streckenabschnitt Wilhelmplatz (heute Richard-Wagner-Platz) – Knie (heute Ernst-Reuter-Platz) inklusive des Bahnhofs Bismarckstraße am 14. Mai 1906. […]

Karl-Marx-Straße, Ecke Hermannplatz

Heute schon zum Hermannplatz gerollt? Und danach eine Erfrischung im Rollkrug? Was wie ein Kalauer klingt, hat geschichtliche Wurzeln. Der “Rollkrug” rechts im Bild war ein Wirtshaus im heutigen Bezirk Neukölln, damals Rixdorf. Der Name geht auf die Rollberge zurück, die den Hang der Teltow-Hochfläche zum Berliner Urstromtal nach Südosten fortsetzen. Fährt man die Hermannstraße zum Hermannplatz, „rollt“ man gewissermaßen diesen […]

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Oberbaumbrücke

Die Oberbaumbrücke zeigt in für Berlin einzigartiger Form die Entflechtung von Straßen-, Schienen- und Fußgängerverkehr – und das bereits vor 120 Jahren. Im Jahr 1893 wurde der Auftrag zum Bau einer die Spree überquerenden Eisenbahnbrücke erteilt. Gleichzeitig entstanden Pläne für einen Ersatzbau der alten hölzernen Straßenbrücke. Ein „Besonderes Städtisches Brückenbaubüro“ erstellte die Pläne für eine Brücke, die die frühere […]

Stresemannstrasse Europahaus

Das Deutschland- und Europahaus an der Stresemannstraße in den 1930er Jahren – gehen Sie auf Entdeckungsreise! Im Vordergrund ein Bus mit der berühmten Reklameaufschrift “Aus guten Grund ist Juno rund!”. Der Einstieg rechts hinten hatte damals noch keine Türen! Das Europahaus dahinter wurde vor allem durch seine großen Leuchtreklamen berühmt, was für die damalige Zeit in […]

Oranienplatz mit Engelbecken

Das heutige Engelbecken hat eine lange, ungewöhnliche Geschichte. Der Luisenstädtische Kanal wurde 1852 eröffnet. Eine große Bedeutung für den Wasserverkehr hat er nie erlangt. Aufgrund des kaum vorhandenen Verkehrs zwischen Spree und Landwehrkanal und des geringen Gefälles stand das Wasser im Kanal, was zu starken Geruchsbelästigungen für die Bevölkerung führte. Aus diesen Gründen beschloss man 1926, den Kanal […]

Potsdamer Platz

Die Einmündung der Alten Potsdamer Straße in den Potsdamer Platz, wie sie vor 100 Jahren ausgesehen hätte. Links im Bild am Potsdamer Platz 3 das 1910 eröffnete Bierhaus Siechen, um 1920 verkauft und in Pschorr-Haus umbenannt. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört und ist nicht mehr erhalten. Zwei Häuser weiter an der der damaligen […]

Potsdamer Bahnhof

Der Berliner ist bekannt für einen gepflegten, aber derben Humor. Das wussten offensichtlich auch die Verleger dieses alten Ansichtskarten-Motives vom Potsdamer Platz und machten sich einen Spaß mit den mit ihren klobigen Plattenkameras umherstehenden Fotografen. Die Herren om der Straßenbahn sind vom drastischen Vorfall wenig beeindruckt, der Schaffner schaut lieber zum Betrachter als auf die verunglückten […]

Alt-Berlin Fischergracht

Der Kontrast zwischen historischer und moderner Architektur wird hier an der Fischerinsel besonders deutlich. Das Kürzel WHH GT 18 (Typ Berlin) steht dabei für Wohn-Hoch-Haus in Groß-Tafelbauweise mit 18 Stockwerken – geplant von 1969 bis 1971. Je nach Ausführung enthält es 136 oder 296 Wohnungen. Es gehört zu den größten Typenbauten der DDR. Bei der Neubebauung der Fischerinsel wurden modifizierte Typen dieser […]

Gertraudtenbrücke

Wer vom Alexanderplatz kommend Richtung Leipziger Straße fährt und die Spree an der Gertraudenbrücke überquert, kann rechts neben der breiten Fahrbahn den historischen Vorgängerbau erkennen. Schon damals boomte das Verkehrsaufkommen. Um 1878/1879 versuchte man, durch den Anbau je drei Meter breiter eiserner Fußstege dem zunehmenden Kutsch- und Pferdebahnverkehr mehr Platz zu verschaffen. Die Umbaumaßnahmen genügten nun nicht mehr, und […]