Wer vom Alexanderplatz kommend Richtung Leipziger Straße fährt und die Spree an der Gertraudenbrücke überquert, kann rechts neben der breiten Fahrbahn den historischen Vorgängerbau erkennen. Schon damals boomte das Verkehrsaufkommen. Um 1878/1879 versuchte man, durch den Anbau je drei Meter breiter eiserner Fußstege dem zunehmenden Kutsch- und Pferdebahnverkehr mehr Platz zu verschaffen. Die Umbaumaßnahmen genügten nun nicht mehr, und eine feste und breitere Brücke musste die bisherigen Konstruktionen ersetzen, die 1894/95 errichtet wurde. 1896 wurde die Skulptur der heiligen Gertrud aufgestellt, rechts i Bild zu erkennen. Gegen Ende des 2. Weltkrieges ließ die Stadt die Bronzeskulptur abbauen, weil sie zu Kriegsgerät umgeschmolzen werden sollte. Der Bronzegießer Hans Füssel versteckte die Figur laut Wikipedia jedoch und konnte sie so vor der Vernichtung bewahren. Wie es ihm Gelang, die tonnenschwere, etwas 4m hohe Figur zu “verstecken” ist jedoch nicht überliefert.