Das heutige Engelbecken hat eine lange, ungewöhnliche Geschichte. Der Luisenstädtische Kanal wurde 1852 eröffnet. Eine große Bedeutung für den Wasserverkehr hat er nie erlangt. Aufgrund des kaum vorhandenen Verkehrs zwischen Spree und Landwehrkanal und des geringen Gefälles stand das Wasser im Kanal, was zu starken Geruchsbelästigungen für die Bevölkerung führte. Aus diesen Gründen beschloss man 1926, den Kanal wieder verfüllen zu lassen und zu einer Grünfläche umgestalten zu lassen. Die Schwierigkeit einer lang gezogenen und nur 22 Meter breiten Grünfläche löste man mit einem Kunstgriff: der Kanal wurde nicht bis zum Straßenniveau aufgefüllt, sondern nur bis knapp über die ursprüngliche Wasserlinie. Die Ufermauern aus Backsteinen blieben erhalten. Das Engelbecken blieb als Wasserfläche erhalten, rundherum entstanden Laubengänge. Die Grünanlage wurde 1932 fertiggestellt, ehe ab 1961 hier entlang die Grenze verlief und der Grünstreifen zum Todesstreifen wurde.