Nikolsburger Platz

Der Nikolsburger Platz wurde 1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn als Repräsentations- und Schmuckplatz gebaut. Der Platz markiert den südwestlichen Punkt der „Carstenn-Figur“, eines städtebaulichen Ensembles, zu dem auch der Nürnberger-, Prager- und Fasanenplatz gehören. Zu den beiden letztgenannten Plätzen finden Sie weitere Motive der Zeitreise ins Wilmersdorf der Gründerzeit.

1888 erhielt der Platz seinen heutigen Namen. Dieser erinnert an den Vorfrieden von Nikolsburg von 1866, der den Krieg zwischen Preußen und Österreich beendete. Durch die Benennung ist er bis heute mit seinem spiegelbildlichen Pendant verbunden, dem Prager Platz, da man den Frieden 1866 „Friedensvertrag von Prag und Nikolsburg“ nannte.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt der Platz eine Grünanlage und einen Bronzebrunnen, der eine Gänseliesel mit Gans darstellt. Im gleichen Jahr wurde am Rande des Platzes das Cäcilien-Lyzeum fertiggestellt, das den Platz bis heute dominiert und die Cecilienschule beherbergt, die links im Bild zu sehen ist. 1940 wurde der Brunnen von den Nationalsozialisten für die Rüstung eingeschmolzen. Seit  1988 existiert eine Nachbildung des historischen Gänselieselbrunnens.

Erich Kästner verewigte den Platz 1929 in seinem Kinderbuch Emil und die Detektive: Dort wurde die Verfolgung des „Mannes mit dem steifen Hut“ geplant und ein ständiger Bereitschaftsdienst von den Kindern unterhalten.

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