Fasanenplatz

Der Fasanenplatz wurde 1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn als Repräsentations- und Schmuckplatz gebaut. Der Platz markiert den nordwestlichen Punkt der „Carstenn-Figur“, eines städtebaulichen Ensembles, zu dem auch der Nürnberger-, Prager- und Nikolsburger Platz gehören. Zu den beiden letztgenannten Plätzen finden Sie weitere Motive der Zeitreise ins Wilmersdorf der Gründerzeit.

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bombardements die nördliche und die westliche Randbebauung, die hier im Motiv rechts hinten zu sehen ist. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1984 wurde der Platz neu gestaltet: Der Kreisverkehr wurde abgeschafft, der Platz durch Pflasterung verkehrsberuhigt und mit hölzernen Bänken versehen. Durch diese Maßnahmen erhielt der Platz einen Charakter mit höherem Aufenthaltswert und wurde zum Gegenbild eines funktionalistischen und autogerechten Städtebaus.

Am Fasanenplatz und in den umliegenden Straßen lebten viele Künstler und Intellektuelle. Prominenteste Bewohner am Platz waren Gerhart Hauptmann und Heinrich Mann. Hauptmann lebte dort Mitte der 1890er Jahre im heutigen Haus Fasanenstraße 39, Mann wohnte wenige Schritte südlich, im Haus Fasanenstraße 61 und lernte in einem der nahe gelegenen Nachtlokale die „Animierdame“ Nelly Kröger kennen, die er 1939 heiratete.

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