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S-Bahnhof Neukölln

Der abgebildete Bahnhof der Berliner Ringbahn hieß ursprünglich „Rixdorf“. Da jedoch dieser Begriff einen schlechten, lasterhaften Beigeschmack hatte, benannte sich der ganze Bezirk in „Neukölln“ um – und so veränderte sich 1912 auch der Name des Bahnhofes.

Ende der 1920er Jahre entschied man sich, ein neues Zugangsbauwerk zu errichten. Das Bauwerk führte der U-Bahn-Architekt Alfred Grenander aus, der besonders ein Baumeister der Neuen Sachlichkeit war. Diesen Stil wendete er auch hier an und schuf ein rotbraun geklinkertes Gebäude. In der Bildmontage ist dies gut zu erkennen am unterschiedlichen Baustil von verziertem Eingangsbereich und sachlichen Turmaufbau mit Uhr.

Nach Einstellung des Fahr-Betriebes im Frühjahr 1945 war das Streckennetz der Berliner S-Bahn schon 1947 weitestgehend wiederaufgebaut. Die Ringbahn-Züge konnten ungeachtet der Sektorengrenzen durch ganz Berlin fahren, bis 1961 die Berliner Mauer die Ringbahn zerschnitt.

Dennoch blieb auch der westliche Teil des Netzes unter Verwaltung und Betrieb der Ost-Berliner Reichsbahn, was zu Boykottaufrufen der S-Bahn in West-Berlin führte. Eine Folge dessen waren rapide sinkende Fahrgastzahlen der S-Bahn. Bis 1980 hielt die Reichsbahn den Betrieb trotz weniger tausend Fahrgäste pro Tag aufrecht. Aus heutiger Sich ist es kaum vorstellbar, dass 1980 schließlich ein Großteil des West-Berliner S-Bahn-Netzes stillgelegt wurde, auch der Bahnhof Neukölln.