Das „Hansa-Viertel“ war ein 1874 gegründetes Wohngebiet zwischen südlich der Spree. Die Nähe zum Tiergarten, gutbürgerlicher Gebäude und niedrige Traufhöhen machten es als Wohngebiet sehr attraktiv. Etwa 90 Prozent der Häuser wurden im 2. Weltkrieg zerstört – auch die hinten im Bild zu erahnende Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche. Ab 1953 wurde das Hansaviertel nu geplant und im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau in den Jahren von 1955 bis 1960 realisiert. Es gilt als Demonstrationsobjekt moderner Stadtplanung und Architektur der klassischen Modern. Die Kirche wurde hierbei neu entworfen und aus Spendengeldern neu gebaut. In der Bildmontage blickt man vom damals sechstrahligen Hansaplatz in die Lessingstraße, die als Straßenzug aufgegeben wurde und heute ein Grünstreifen mit Zugang zum darunter gelegenen U-Bahnhof ist.