Stralsund / Semlower Tor

Das Semlower Tor war eines der Stralsunder Stadttore und verband die Altstadt mit der Hafeninsel. Es wurde erstmals im Jahr 1277 urkundlich erwähnt und war 13,30 Meter breit, 17 Meter tief und 22,65 Meter hoch und war damit das höchste der Stralsunder Stadttore. Bei einer Umgestaltung im Jahr 1599 wurden zwei unterschiedliche Renaissancegiebel errichtet, sodass alte Ansichten ganz unterschiedliche Tore zeigen – je nach Blickrichtung.

Im 2. Weltkrieg wurde das Tor bei einem Bombenangriff der Alliierten am 6. Oktober 1944 beschädigt. Gelder für einen Wiederaufbau wurden zur Zeit der DDR durch die Stadt Stralsund nicht bereitgestellt. Es fiel schließlich die politische Entscheidung für die Beseitigung des Semlower Tores – die Überreste wurden 1960 gesprengt.

Reste des Tores wurden in einem anliegenden Haus neben einem Treppenhaus sichtbar gemacht. Die Stelle ist rechts im Bild gut erkennbar und ist das einzige Relikt, das auf dem Weg zum Ozeanium daran erinnert, welche geschichtsträchtige Stätte sich hier befindet.

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