Kantstraße

Prachtbauten aus 120 Jahren: Das Theater des Westens, das Kant-Dreieck und das Zoo–Fenster.

Das Theater des Westens wurde bis 1896 im Stil des wilhelminischen Historismus auf dem ehemaligen Kohlenplatz der Meierei C. Bolle errichtet. Das Haus erlebte über die Jahrzehnte ein Auf und Ab als Theater, Oper und Oprettenbühne.

Das Kant-Dreieck ist ein typisches Beispiel für den städtebaulichen Kleinmut im „alten“ Westberlin. Das elfgeschossige 54 m hohe Bürohochhaus wurde 1992-95 von Josef Paul Kleihues als einer der ersten Büroneubauten der 90er Jahre in der City West errichtet. Ursprünglich war das Haus um ein Drittel höher geplant, was aber am Einspruch des Bezirkes scheiterte. Durch das große beweglich gelagerte Windsegel vermittelte Kleihues den ursprünglich vorgesehenen Eindruck. Das Gebäude soll nun um sechs Etagen aufgestockt werden und dann die ursprünglich geplante Höhe von 72 Metern erreichen. Das Dachsegel soll erhalten bleiben. Eine unterhaltsame Geschichte zum Thema „Traufhöhe“, dem Dogma der Berliner Baupolitik bis in die 90er Jahre hinein.

Weit weniger originell ist die Geschichte des Zoo-Fensters im Hintergrund. Die Grundsatzdiskussionen über Höhenobergrenzen scheinen überwunden. Mit 118 m Höhe setzt der Hotelbau einen visuellen Akzent, der 20 Jahre zuvor nicht denkbar gewesen wäre.

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