Der Bayrische Platz wurde 1908 als Schmuckplatz mit Grünflächen, Bäumen, Hecken und Bänken gestaltet. Die Randbebauung entstand zwischen 1900 und 1914 nach Plänen der Berlinischen Bodengesellschaft im Stil der späten Gründerzeit. Großzügige Wohnungen, reich verzierte Fassaden und repräsentative Vorgärten boten wohlhabenden Berlinern eine moderne Alternative zum Leben im Stadtzentrum.

Der Platz bildete den Mittelpunkt des bayrischen Viertels, das in besonderer Weise durch Bombardierungen im 2. Weltkrieg und umfassenden Abriss in den Nachkriegsjahren zerstört wurde. Von der Grünanlage und Randbebauung des Platzes ist wenig erhalten geblieben. Besonders in nördlicher Richtung fehlen dem Platz heute markante Punkte, welche die schöne ovale Ausrichtung des Platzes markieren.