Hallesches Tor

Anstelle des ursprünglichen Stadttores wurden bis 1879 repräsentative Wohn- und Geschäftshäuser und die Belle-Alliance-Brücke als repräsentativer Eingang in die Berliner Innenstadt errichtet. Die Anlage war mit vier Figurengruppen geschmückt, die Handel und Verkehr thematisierten. Nach schwerer Kriegsbeschädigung wurden zwei Figurengruppen wieder aufgestellt.

1922-23 wurde der Bahnhof zum Umsteigebahnhof zur neu errichteten Nord-Südbahn. Für die hohe Zahl umsteigender Fahrgäste waren die Bahnsteige zu schmal. Daher erfolgte 1935 ein völliger Umbau, bei dem die Bahnsteighalle zu beiden Seiten Auskragungen erhielt, wodurch die Bahnsteige die fast doppelte Breite erhielten. Das massive Volumen unterscheidet den Bahnhof bis heute von der Mehrzahl der „schlankeren“ Hochbahnhöfe der Linie 1.

Das beschriebene Ensemble aus Bahnhof und Brücke als „Tor“ zur Innenstadt ist bis heute wenig einladend. Hierzu trägt auch die Architektur des Mehringplatzes bei, die den Blick nicht zur Innenstadt öffnet, sondern abschirmt. Hierzu finden sich beim Motiv „Mehringplatz“ zusätzliche Details.