Die Anlagen des Berliner Zoos wurden im November 1943 durch Brandbomben stark zerstört. An Stelle des Elefantentores wurden nach Kriegsende zwei provisorische, mit Rauputz verkleidete Kassenhäuschen errichtet. Ein originalgetreuer Wiederaufbau des Elefantentores konnte erst nach der Errichtung bzw. Modernisierung der Tierhäuser, Gehege und gärtnerischen Anlagen Anfang der 1980er Jahre in Auftrag gegeben werden. Der Entwurf wurde übrigens u.a. anhand alter Postkarten erstellt.

Bemerkenswert ist ein der Insellage Berlin geschuldetes Kuriosum beim Nachbau der berühmten Elefanten. Der Sandstein für die Elefanten, die mit Sockel und Säulenteilen aus je 26 Einzelstücken bestehen, stammte aus dem sächsischen Elbsandsteingebirge. Die Lieferung und Bearbeitung des Sandsteins übernahm der VEB Elbenaturstein.

Da die Vergabe eines vom West-Berliner Senat subventionierten Auftrags an einen Staatsbetrieb der DDR ungern gesehen wurde, holte sich der langjährige Zoodirektor Heinz-Georg Klös die Erlaubnis offiziell beim damaligen Regierenden Bürgermeister Richard von Weizsäcker und dessen Nachfolger Eberhard Diepgen ein.