Gesundbrunnen

Zeitreise zum Gesundbrunnen in den Wedding. Vielleicht eines der letzen Kieze, wo man das Berlin von früher noch spüren kann. Es gibt viel zu entdecken rund um den Bahnhof von 1949: Hut Marquardt, Koffer Rehork und Carlotta Schmuck. Die Charlottenburger Pilsner Festsäle. Und natürlich das berühmte Kino.

Die Berliner Lichtburg wurde 1929 eröffnet. Sie war eines der bedeutendsten Kino- und Varietétheater Deutschlands – Amüsierpalast mit über 2000 Sitzplätzen, Tanz- und Festsälen, Restaurants, Bars, Cafés, Kegelbahnen und Vereinszimmern.

In den letzten Tagen des Zweiten Welkrieges wurde der Bau erheblich beschädigt. Teile des Kinos wurden notdürftig wieder aufgebaut. Bereits 1947 erfolgte die Wiedereröffnung unter dem Namen Corso-Theater. Das alte Motiv stammt aus dem Jahr 1949, als „Das Schicksal der Irene Forsyte“ mit Erroll Flynn in der Hauptrolle gespielt wurde.

Die Isolation des Bezirks Wedding infolge der Teilung Berlins führte 1962 zur Schließung des Kinos. Anschließend diente es dem Senat einige Jahre als Weizen- und Konservendepot – der sogenannten Senatsreserve. 1970 erfolgte der Abriss des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes.

Heute zieht direkt gegenüber das Gesundbrunnen-Center das Publikum an. Kinos sind Videotheken gewichen, sofern diese nicht bereits wieder geschlossen wurden in Zeiten von Netflix & Co. Mein persönliches Highlight von heute ist die Currywurst im U-Bahnhof Gesundbrunnen – rechts im Bild. Super Wurst, fruchtiger Ketchup und garantiert resolute Bedienung – Wedding eben.

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