Rosenthaler Platz

Am Rosenthaler Platz in Mitte erinnert heute nur noch der Name der kreuzenden Torstraße daran, dass hier einmal ein Tor stand. Der Platz befindet sich an der Stelle, wo sich das Rosenthaler Tor der Berliner Zollmauer befand, von dem aus eine Straße in Richtung der Ortschaft Rosenthal führte. Dieses Tor war bis ins 19. Jahrhundert eines der wenigen, durch das Juden Berlin betreten durften. Diejenigen, die nicht eintreten durften, konnten in einer speziellen Judenherberge übernachten. Vielleicht stand diese am Ort des heutigen „The Circus Hostel“.

Rechts im Bild ist der Eingang zum U-Bahnhof Rosenthaler Platz zu sehen. Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde er geschlossen, da die Strecke in beiden Richtungen nach West-Berlin führte und eine Flucht durch den Tunnel verhindert werden sollte. Diese Bahnhöfe wurden im Volksmund „Geisterbahnhöfe“ genannt und sie waren auch tatsächlich gruselig. Als Kinder aus West-Berlin machten wir uns den Spaß, mit der U-Bahn unter Ost-Berliner Gebiet hindurch zu fahren. Auf den schwach beleuchteten menschenleeren Bahnhöfen standen lediglich Grenzsoldaten der Volksarmee mit Maschinengewehr im Anschlag.

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