Kurfürstendamm

Zeitreise ins Wirtschaftswunder: „Das Auto ganz rechts vorne würde ich für einen Ford Taunus halten, mit der Weltkugel in der Mitte der Kühlerhaube, der hellblaue im Parkhafen kann ein Borgward sein, der hellgraue, Schnauze nach vorne, müsste ein Opel sein. Hinter dem Käfer dann auch wieder ein Ford Taunus Coupé mit abgeschrägter Heckscheibe.“ schrieb mir dankenswerter Weise ein „Zeitzeuge“ auf Facebook.

Die wichtigste Geschichte des Motives spielt sich jedoch im Hintergrund ab: Das legendäre Hotel Kempinski wurde 1951/1952 von Architekt Paul Schwebes errichtet. Es war der erste Hotelneubau West-Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg und galt lange Zeit als Inbegriff für erstklassige Berliner Hotellerie mit illustren Gästen wie Sophia Loren, dem Dalai Lama, Michael Gorbatschow, Mick Jagger und Fidel Castro.

Der Name des Hotels geht auf die später enteigneten jüdischen Besitzer des seit 1926 an diesem Ort befindlichen vornehmen Restaurants zurück, in dem täglich 2000 Gäste bewirtet wurden. Neben dem Hoteleingang wurde 1994 eine Messing-Gedenktafel angebracht:

„Hier stand seit 1928 ein Kempinski-Restaurant. Es war ein weltweit bekanntes Symbol Berliner Gastlichkeit. Weil die Besitzer Juden waren, wurde diese berühmte Gaststätte 1937 „arisiert“, unter Zwang verkauft. Angehörige der Familie Kempinski wurden umgebracht, andere konnten fliehen. Das 1952 eröffnete Bristol Hotel Kempinski möchte, dass das Schicksal der Gründerfamilie nicht vergessen wird.“

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